Du befindest dich im Archiv: Februar, 2006

Ab sofort im Lesetagebuch: Oliver Twist

von Charles Dickens

Morgen beginnt die Leserunde zu Oliver Twist bei den Büchereulen und ich werde parallel meine Leseeindrücke hier im Blog verewigen, wie schon bei den Dschungelbüchern mit einer kurzen Inhaltsangabe und eigenen Anmerkungen, die sich alle auf diese Ausgabe beziehen.

Oliver Twist war mein Abi-Thema in Englisch, aber ich kann mich leider kaum noch an das Buch erinnern, deshalb freue ich mich ganz besonders auf diesen Dickens! :-]

Ein zu normaler Mord – Lee Martin

Ein zu normaler Mord. Die Polizistin Deb Ralston soll den grausamen Mord an vier Erwachsenen und einem Kleinkind aufklären. Am Tatort wird Olead festgenommen, der einzige Überlebende der Familie. Er beteuert zwar seine Unschuld, doch sprechen alle Indizien wie seine frühere Gewalttätigkeit und der Verdacht auf Schizophrenie gegen ihn. Auch Deb Ralston glaubt an seine Schuld, doch sie lässt sich von Olead zu genaueren Nachforschungen überreden – und sei es nur, um für den Mordprozess noch handfeste Beweise ans Tageslicht zu bringen. Ihre Ermittlungen werfen schon bald ein düsteres Licht auf die Ermordeten…

Meine Rezension findet ihr anschließend HIER.

Narhalla-Marsch zur “Feier” des Tages…

Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, danke Oliver Kalkofe *gg* 

“Alaaf und Helau! – Seid ihr bereit?
Willkommen zur Beklopptenzeit!
Mer kenne des aus Akte X,
doch Mulder rufe hilft da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlisch ist dann Karneval!
(Tusch)

Uff einen Schlach werd’n alle dämlisch,
denn das befiehlt das Datum nämlisch!
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung, blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.
Ei’ wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt davon ist Kölle!
(Tusch)

Denn dort gibt’s nisch nur RTL,
das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
sondern aach jede Menge Jecken,
die sisch auf Nasen Pappe stecken,
in Teufelssekten sich gruppieren
danach zum Elferrat formieren
und dann muss selbst das döfste Schwein
dort auf Kommando fröhlisch sein.
(Tusch)

Auf einmal tun in allen Ländern
die Leude sisch ganz schlimm verändern
Sie geh’n sisch hemmungslos besaufe
und fremde Mensche Freibier kaufe
schmeiße sisch Bonbons an die Schädel,
betatsche Jungens und aach Mädel
und tun eim jede, den sie sehen,
ganz fuschtbar uff de Eier gehen!
Sie tun nur noch in Reime spreche
und sind so witzisch, man könnt’ breche,

bewege sisch in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprothesen,
man möschte ihnen – im Vertrauen
– am liebsten in die Fresse hauen!
(Tusch und Konfetti-Kanone)

Doch was soll man dagege mache?
Soll man vielleicht noch drüber lache?
Es hilft kein Schreie und kein Schimpfe,

man kann sisch nich mal gegen impfe,
die Macht der Doofen ist zu staak,
als dass man sisch zu wehr’n vermag! (kein Tusch)

Am besten ist, man bleibt zu Haus
und sperrt den Wahnsinn aanfach aus.
Man schließt sich ein paar Tage ein
und lässt die Blöden blöde sein!
Der Trick ist, dass man sich verpisst
bis widder Aschermittwoch ist!
Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so ‘nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt “Hallo” nur “Helau”,
dann dreh sie um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftisch in den Arsch
und ruf dabei: Narrhalla-Marsch!”

1 neue Rezension

für die vollständige Rezension und weitere Infos einfach auf den Titel klicken!

Gottes Weber – Silke Porath 
Gottes Weber ist ein packender, beeindruckender und bewegender Historienroman, der Einblick gibt in die Welt eines einfachen Webersohnes, der durch seinen Glauben und seine Taten bis heute Bedeutung besitzt und, wie im Roman sein Bruder Juan weiß, “dessen Licht noch lange nicht verloschen ist”. Egal was noch kommt, Gottes Weber gehört schon jetzt zu meinen Lese-Highlights 2006! 
Note: 1+

Erinnerung je nach Verfassung des Gehirns

Dass die Erinnerung an bestimmte Ereignisse besser wird, je nachdem, was unmittelbar bei und nach diesem Ereignis geschieht, ist nichts Neues. Doch dass es schon VOR dem Ereignis darauf ankommt, in welcher “Verfassung” das Gehirn ist, ist allerdings neu.

Dr. Leun Otten konnte mit ihrem Team aus dem University College, London nachweisen, dass die Erinnerung an Wörter besser wird, wenn bereits vor der Präsentation dieser Wörter auf die Lernbedingung hingewiesen wird. Den Probanden wurden hierzu verschiedene Wörter gezeigt, bei denen sie sich entweder auf die Reihenfolge der Buchstaben konzentrieren sollten oder aber auf die Wortbedeutung. Welche der beiden Instruktionen sie für das nächste Wort befolgen sollen, wurde ihnen erst kurz vor der Präsentation des Wortes mitgeteilt. Währenddessen wurden die Hirnströme der Probanden mittels EEG aufgezeichnet.

Die Erinnerung an Wörter, deren Wortbedeutung verarbeitet wird, ist immer besser, als die, deren Buchstaben alleine verarbeitet werden. Dieser Unterschied zeigte sich jedoch schon bei der Anweisung und noch bevor überhaupt das Wort präsentiert wurde. Die Anweisung “Konzentriere dich auf die Wortbedeutung” ging mit einer erhöhten Hirnaktivität im Bereich des Frontalkortex (hinter der Stirn) einher. Die Wissenschaftler sind sich noch nicht einig darüber, warum dies so ist, hierzu sind weitere Studien nötig.

Der vollständige Artikel wird bei der Zeitschrift Nature Neuroscience veröffentlicht, mehr Informationen gibt es jetzt schon bei wissenschaft.de.

Gier – Garry Disher

Gier. Wyatt ist Einzelgänger, Beruf: Verbrecher. Die Rechtsanwältin Anna Reid setzt ihn auf 300 000 Dollar im Safe ihres Partners an. Doch andere kommen ihnen in die Quere: Bauer, der Troubleshooter der Mafia von Sydney, Ivan Younger, ein windiger Hehler, und vor allem Sugarfoot, ein brutaler Cowboy-Punk, der die Schnauze voll hat von seinem Rausschmeißerjob. Auch er will jetzt ein größeres Stück vom Kuchen …

Meine Rezension findet ihr anschließend HIER.

Die Wahrheit hinter “Sakrileg” Teil ???

Kaum einer, der sich in den letzten Monaten nicht darüber ausgelassen hat, was in dem Bestseller “Sakrileg” Tatsachen entspricht und was der Fantasie Dan Browns entspringt. Es gab heftige Debatten zwischen Kirchenleuten und Verschwörungsfanatikern, Bücher zu dem Buch, Plagiatsvorwürfe usw usw. So beginnt am nächsten Montag der Plagiatsprozess gegen Dan Brown, der von den britischen Autoren Michael Baigent und Richard Leigh wegen Diebstahl geistigen Eigentums angezeigt wurde. Was genau dahintersteckt, ob und welche Rolle die berühmten Romanfiguren aus Sakrileg in der Realität gespielt haben, erläutert Klaus Fritz (u.a. Übersetzer der Harry Potter-Bücher) in seinem Artikel “Das Rätsel von Rennes-le-Château” in der Welt . So hat z.B. die ominöse Bruderschaft Prieuré de Sion exakt zwei Mitglieder, die vor allem damit beschäftigt sind, der Legende um den Schatz von Rennes-le-Château neuen Auftrieb zu geben und sich nicht davor scheuen, diverse – angeblich gefundene Dokumente – zu fälschen.
Die Geschichte hinter der Geschichte ist eigentlich harmlos, aber durch den ganzen Rummel fast schon genauso spannend wie der Weltbestseller Sakrileg selbst. Und amüsant dazu *g*. Den ausführlichen Spaß gibt es hier.