Du befindest dich im Archiv: August, 2006

Pearl Jam Tour – Crown of Thorns

Wahnsinn, das macht so manchen geisteskranken Casting-Müll, den man in den letzten Monaten so ertragen musste, wieder gut. Pearl Jam sind nach vier Jahren endlich wieder auf Tour. Leider ohne mich. Ich kann muss es verschmerzen. Dafür durfte ich 1996 in der Berliner Deutschlandhalle bei Pearl Jam zu Gast sein. Das beste Konzert meines Lebens und das waren so einige. Als ich mich vorhin ein wenig auf YouTube umschaute, entdeckte ich ein Bootleg vom 27.08.2006, welches auf dem Reading Festival in England entstanden ist. Das Lineup war echt nicht von schlechten Eltern: Audioslave (Ex-Soundgarden & Rage Against the Machine), Pearl Jam, Placebo, Muse, Dashboard Confessional, Taking Back Sunday, usw. Pearl Jam haben in Höchstform gespielt. Unter anderem auch “Crown of Thorns” von Mother Love Bone, einer Band, ohne die es Pearl Jam wohl nie gegeben hätte. Andy Wood, damaliger Sänger von Mother Love Bone, verstarb leider 1990 an einer Überdosis Heroin, worauf sich die Band auflöste und Pearl Jam entstehen konnte. “Crown of Thorns” ist meiner Meinung nach einer der besten Songs, die je geschrieben wurden. Gänsehaut über sechs Minuten garantiert. Leider haben Pearl Jam den Song 1996 nicht performt. Dafür jetzt. Und wie! Ein Kommentar auf YouTube umschreibt es ganz gut: “Probably the best Mother Love Bone song performed by one of the best bands in the world.” Dem kann ich nichts hinzufügen. Wer das Gänsehautfeeling auch für daheim möchte, hier gibt es Apple von Mother Love Bone auf Amazon zu bestellen.

Religion im Gehirn

Mario Beauregard und Vincent Paquette von der Universität Montreal konnten in einer fMRI-Untersuchung mit 15 Nonnen zeigen, dass bei akuten religiösen Erfahrungen mehrere Hirnareale besonders aktiv sind, die auch beim Erleben oder bei der intensiven Vorstellung von bestimmten Emotionen Aktivität zeigen. Die Annahme, dass für Religion oder religiöse Erfahrungen ausschließlich eine bestimmte Hirnregion zuständig ist, konnte daher nicht bestätigt werden. Vielmehr sind an mystischen Erfahrungen mehrere unterschiedliche Hirnregionen beteiligt.

Die Studie ist in den Neuroscience Letters veröffentlicht, weitere Informationen gibt es aber auch bei wissenschaft.de.

Er ist einfach zu klein für dieses Sonnensystem

Skandal im Weltall! Pluto ist kein Planet mehr. Was für eine Schande! Durfte der vor über 70 Jahren entdeckte Pluto sich bislang im Olymp der großen neun Planeten sonnen, wurde er jetzt mal eben von den Astronomiebanausen und Planetendiskriminierern von der IAU zum Zwergplanet degradiert! Begründung: Er ist einfach zu klein und hat irgendwie seine Umgebung nicht so recht im Griff, wie das z.B. bei der Erde der Fall ist (bei uns schwirrt nicht so viel Schrott in der Umgebung rum). Jetzt ist Pluto nur noch ein Zwergplanet und muss ein tristes Dasein am Rande des Kuipergürtels fristen. Kein Spotlight mehr, ohne Aufmerksamkeit, ganz allein. Er gehört nicht mehr dazu. Einfach so. Seine Karriere ist quasi am Ende, bevor sie überhaupt begonnen hat. Armer Pluto. Aber wir können etwas tun. Wir können protestieren! Schließlich wurde die Entscheidung, dass Pluto nicht mehr “zu uns” gehört, von einigen Wissenschaftlern gefällt, die uns nichtmal gefragt haben! Wer gegen eine solche Diskriminierung von hilflosen Planeten ist, der kann mit dem Shirt: “STOP PLANETARY DISCRIMINATION” ein Zeichen setzen! Wir haben PETA, Amnesty, WWF, wo sind die Verfechter der interstellaren Gleichberechtigung? Die sucht man bislang vergeblich. Leider. Ketten sich sonst mindestens 20 Mitglieder von Greanpeace todesmutig und entschlossen zu allem an den Anker eines Fischkutters, nur weil dieser eine kleine Krabbe, die eventuell ihre familiären Wurzeln in geschützten Gewässern hat, gefangen hat, bleibt hier der Protest aus. Wir müssen was tun! Save Pluto! Unseren Planet der Herzen!

Und ruhe in Frieden – Deborah Crombie

Und ruhe in Frieden. Inspector Duncan Kincaid und seine Kollegin Sergeant Gemma James, die auch privat ein Paar sind, stehen vor einem neuen Fall. Als Connor Swann tot aus der Themse gezogen wird, deutet alles auf Mord. Und auf eine Täterin: Julia Asherton, die Frau des Toten, Tochter eines bekannten Dirigenten und einer gefeierten Primadonna. Julia ist unbestreitbar des schwarze Schaf der Familie. Das Ableben ihres Gatten nimmt sie äußerst gelassen zur Kenntnis, und ein Alibi kann sie nicht vorweisen. Was fehlt, ist ein Motiv. Als Kincaid und James hier nicht recht weiterkommen, nehmen sie die ganze ehrenwerte Familie unter die Lupe. Dabei kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das jemand verzweifelt zu bewahren versucht… Meine Rezension folgt in Kürze.

Ulysses: 14 – Die Rinder des Sonnengottes (Hospital)

[Suhrkamp-Ausgabe 1996, S. 522-586]

Bis ich verstanden habe, dass es in dem Kapitel eine Entwicklung vom Gälischen (?) bis zum damaligen Irischen gibt, hat es eine Weile gedauert, und es war teilweise nur zu verstehen, wenn man es sich laut vorlas. Eine originelle Idee und interessantes Sprachexperiment, diese Entwicklung!

Inhaltlich hat mich dieses Kapitel jedoch nicht wirklich weitergebracht, was ich verstanden habe:

Bloom sitzt in dem (Wartesaal? des) Krankenhaus(es), weil er wissen möchte, ob Mina Purefoy, endlich ihr Kind bekommen hat, weil sie schon seit Tagen in den Wehen liegt. Er sitzt dort zusammen mit allen möglichen Leuten, die sich ziemlich betrinken und irgendwann anfangen über die Geburt und Tod und das Leben an sich zu philosophieren. Zunächst dachte ich, es handele sich hierbei um Ärzte, doch was hat Stephen dann dort zu suchen? Und wieso wird dort erstmal kräftig gebechert? In einem Krankenhaus?
Nach überstandener Geburt des Sohnes von Mina, zieht die ganze Truppe dann zunächst in eine Kneipe und von dort soll es weitergehen in ein Bordell.

Hm. Na da darf man ja gespannt sein *g*

2 neue Rezensionen

für die vollständige Rezension und weitere Infos einfach auf den Titel klicken!

Falsch verbunden – Harald Braun
Seien wir mal ehrlich, ab und zu gibt es doch nichts Schöneres, als in Klischees zu wühlen und sich dabei köstlich zu amüsieren! Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten und die Kurzweil sehr genossen!
Note: 2

Venezianische Geheimnisse – Sarah Dunant
Die Begegnung mit historischen Persönlichkeiten wurden ebenso schön in die Handlung eingeflochten wie die Beschreibung der venezianischen Gesellschaft. Ein ausführliches und doch lebendiges Sittengemälde, sicher nicht jedermanns Geschmack, aber meinen hat es getroffen!
Note: 1

Der coolste Kandidat bei WWM

Als ausgesprochen großer Fan von “Wer wird Millionär” freue ich mich jetzt schon auf das Ende der Sommerpause. Heute hat mir Mr. milla ein Video des wohl coolsten Kandidaten von “Wer wird Millionär”, den es jemals gab, gezeigt, das ich euch nicht vorenthalten will *gggg*