Du befindest dich im Archiv: März, 2008

2 neue Rezensionen

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Der Schatten des Galiläers – Gerd Theißen
Gerd Theißen breitet mit dieser fiktiven Handlung ein lebendiges Bild des Judentums zu Lebzeiten Jesus Christus vor dem Leser aus, das diesem die religiösen und gesellschaftlichen, aber auch politischen Bedingungen in jener Zeit sehr gut veranschaulicht. […] Für alle die mehr über die Wirkung Jesu auf seine Mitmenschen und die politischen und gesellschaftlichen Umstände der damaligen Zeit wissen wollen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen!
Note: 2

Das Wüten der ganzen Welt – Maarten ‘t Hart
Ob die Geschichte als Roman oder als Krimi einzustufen ist, fällt mir schwer zu entscheiden, auf jeden Fall ist es eine Geschichte fernab vom Mainstream, die durchaus empfehlenswert ist. Man sollte jedoch eine ruhige Erzählweise mögen und auch der klassischen Musik etwas abgewinnen können, da ihr als der großen Leidenschaft der Hauptfigur, auch ein entsprechender Raum in der Handlung gegeben wird.
Note: 2-3

Aktuell: Das Wüten der ganzen Welt – Maarten ‘t Hart

wütenwelt

Dort, in der President Steynstraat, ist der Komponist Alexander Goudveyl als Sohn eines Lumpenhändlers aufgewachsen, großgezogen mit Gebeten und den alten Geschichten vom Krieg. Dreißig Jahre später erinnert er sich an diese Zeit, vor allem an den 22. Dezember 1956, einen regennassen Samstagnachmittag, an dem der Polizist Vroombout ermordet wurde…

 

Meine Rezension folgt in Kürze.

Der ehrlichste R&B Song

Ehrlich währt am längsten?! *g*

Neu im Bücherregal: Wundersame Welten

montasser

Die verbotenen Gärten von Thomas Montasser:

Schiraz zur Zeit der Rosenblüte: Im Jahr 1252 macht sich der französische Ritter Jean d’Eron auf, seinen alten Freund Saadi, einen der berühmtesten Dichter und Gelehrten seiner Zeit, in dessen Heimatstadt in Persien zu besuchen. Das Wiedersehen wird zu einem Fest der Erinnerung an abenteuerliche Zeiten, die der Mongolensturm endgültig hinweggefegt hat, an Leben und Tod, Leidenschaft und Gewalt – und an eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem Moslem und dem Kreuzfahrer.

 

isler

Goetzens Bilder von Alan Isler:

Bisher schien die Welt für Nicholas Goetzen, Dozent für Englische Literatur an einem New Yorker College, in geordneten Bahnen zu verlaufen. Doch plötzlich häufen sich die Schwierigkeiten: Nicht nur, dass seine Affäre mit der verheirateten Nachbarin zum Alptraum wird und er zu allem Überfluss auf eine betagte Nymphomanin trifft, die ein äußerst wirksames Aphrodisiakum an ihm ausprobiert. Nein, auch sein Gelehrtendasein gerät aus den Fugen: Seine Studenten rebellieren gegen ihn, und Feibelmann, ein eifriger Rentner, bedrängt ihn mit einer abstrusen Theorie über die jüdische Herkunft des Zauberers Merlin, die Goetzen in Forscherkreisen als seine eigene ausgibt. Man hat es nicht leicht im Leben, muss Goetzen feststellen. Denn Feibelmann entlarvt ihn als Ideendieb, und seine akademische Existenz ist bedroht. Da hilft nur noch die Flucht ins heimatliche London…

 

spinnerkind

Spinnerkind von Heiko Wolz:

Dies ist die Geschichte des jungen Jakob und seinen bisweilen etwas eigenwilligen Eltern Guinness und Rachel McGhee. Während sein Vater, ein erfolgloser Erfinder, ihn ständig in missglückte Selbstversuche verstrickt, versucht seine Mutter, eine erfolgreiche Anwältin, mit wachsender Begeisterung alles und jeden zu verklagen. Mittendrin steht Jakob, der mit Hilfe seiner absonderlichen Freunde versucht, einen Weg aus diesem Schlamassel zu finden.

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Und die Furcht gebiert den Zorn – Louise Penny

Man sollte sich warm anziehen, und das im doppelten Sinn, denn die eisigen Temperaturen kriechen förmlich aus den Seiten und zudem wartet auf Inspector Gamache wieder ein ganz besonders verzwickter Fall, den er mit seiner eigenwilligen Art und seinem Team zu lösen versucht. […] Die schlüssige Auflösung rundet das Lesevergnügen dieses Landhauskrimis wunderbar ab – genauso wie die zwischendurch eingestreuten Antworten auf offen gebliebene Fragen aus dem ersten Teil und neue Rätsel, Andeutungen und Geheimnisse, die dann hoffentlich im dritten Teil gelüftet werden. Ich freue mich jetzt schon darauf!
Note: 1

Rezension: Der siebzehnte Engel – Stuart Archer Cohen

cohen

Buenos Aires – eine Stadt zwischen Melancholie und pulsierendem Leben. Hier soll Comisario Miguel Fortunato den Mord an dem amerikanischen Schriftsteller Robert Waterbury aufklären. Waterbury hatte in der Stadt nach Inspiration für seinen neuen Roman gesucht. Ein Thriller sollte es werden, um schöne Frauen, mächtige Männer, um Schuld und Sühne. Doch dann wurde Waterbury selbst ermordet – angeblich ein Streit im Drogenmilieu. Obwohl viele Fragen offen blieben, legte die Polizei den Fall rasch zu den Akten. Niemand scheint wirklich an der Aufklärung interessiert, bis die junge amerikanische Menschenrechtsexpertin Athena Fowler nach Buenos Aires kommt. Gemeinsam mit Comisario Fortunato sucht sie nach der Wahrheit. Doch der weiß längst, wer der Mörder war. Was er nicht weiß: Warum und von wem er zu der Tat getrieben wurde …

„Der siebzehnte Engel“ ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Thriller und die Tatsache, dass er in Argentinien, einem von Militärjunta und Diktatur gebeutelten Land, spielt, ist der notwendige Rahmen für das, was sich auf rund 400 Seiten hier vor dem Leser ausbreitet: Willkür, Korruption, Elend und Gewalt. Daneben die süße und zugleich schwere Melancholie des Tango und die Schönheit der Stadt Buenos Aires, die trotz allem die Besucher sofort gefangen nimmt.

Mitten in diesem Drehkreuz der Gegensätze begleiten wir Comisario Miguel Fortunato, der soeben seine geliebte Frau an den Krebs verloren hat und sich nun mit dem Mord an einem amerikanischen Schriftsteller beschäftigen muss. Ihm zur Seite wird die engagierte Menschenrechtsexpertin Athena Fowler gestellt, die anders als die Polizei ein echtes Interesse an der Aufklärung des Falls hat. Sie ist das Sinnbild der Unschuld und Ehrlichkeit auf der Suche nach Gerechtigkeit, in einem Land, in dem niemand mehr daran glaubt, dass so etwas überhaupt existiert. Neben der durchgängig beklemmenden, ja fast erdrückenden Atmosphäre, ist die Art der hier angestellten Ermittlungen einmalig. Schon nach wenigen Seiten kennt der Leser den Mörder, doch damit beginnt die Jagd erst…

Cohen spielt mit den Ängsten und Sympathien des Lesers ebenso geschickt wie mit seinen moralischen Grundvorstellungen und vermeintlich politisch korrekten Ansichten und zwingt ihn förmlich dazu, gegen den inneren Widerstand Stellung zu beziehen. Wenn sich das Netz um den Täter dann immer enger zusammenzieht und das große Finale in der Luft liegt, dann hat auch der Leser eine Ahnung davon bekommen, was es heißt, in einem Land wie Argentinien zu leben. Großes Kino – ohne Abzüge!

Osterlektüre 2008: Der Schatten des Galiläers – Gerd Theißen

theißenDie Rahmenhandlung ist fiktiv: Ein junger Jude, Andreas, wird von Pilatus dazu erpresst, Material über neue religiöse Bewegungen in Palästina zu sammeln. Dabei stößt er auf Jesus und reist ihm hinterher. Aus Erzählungen über Jesus rekonstruiert er dessen Leben. Theißen ist ein fesselndes Buch gelungen, das dem Stand der Forschung entspricht, aber auch für die Gegenwart verständlich ist. Verkündigung und Geschick Jesu werden aus der Perspektive eines jüdischen Zeitgenossen dargestellt und im Rahmen der religiösen und sozialen Welt des Judentums verständlich gemacht.

Meine Rezension folgt in Kürze.