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2 HCs von der Wunschliste

grohn

Kind oder Zwerg von Daniel Grohn:

Der Journalist Poninger läßt sich als vermeintlicher Patient in eine psychiatrische Klinik aufnehmen, um eine Reportage über dort vermutete Mißstände zu schreiben. Die ihn behandelnde junge Ärztin möchte der Ursache seiner Erkrankung durch eine Gesprächstherapie auf die Spur kommen. Die auftauchenden Erinnerungen an Erlebnisse mit seiner Exfreundin, der Filmemacherin Rabea, beginnen Poninger selbst zu beunruhigen – und den Leser mit ihm -, eine Beunruhigung, die zunimmt, als seine Recherchen in der Klinik anfangen, sich gegen ihn zu wenden.

 

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Euphrat Queen von Ursula Naumann:

Im Frühjahr 1836 fahren zwei englische Dampfschiffe den Euphrat abwärts, vorbei an den melancholischen Ruinen uralter Hochkulturen. Mit der Leitung des Unternehmens war Colonel Francis Rawdon Chesney betraut, ein kleiner dickschädeliger Ire, der sich dieser Aufgabe mit mehr Herz als Kopf und wahnwitziger Zähigkeit verschrieb. Als die Flußfahrt nach immensen Anstrengungen tatsächlich beginnt, ist auch ein deutsches Ehepaar mit dabei, das Forschungsdrang, treue Liebe und abenteuerliche Zufälle an Bord gebracht haben. Doch was als Demonstration überlegener westlicher Technik gedacht war, endet in einem Desaster. Die Reise ins Paradies wird zur Höllenfahrt.

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Mord nach Rezept – Anthony Bourdain
Alles in allem also höchstens für den schnellen Hunger zwischendurch zu empfehlen, aber nicht unbedingt etwas, was zu einem Zweitbesuch einlädt.
Note: 4

Aktuell: Anna Karenina – Leo Tolstoi

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In der Klassiker-Leserunde bei den Büchereulen:

Die Titelheldin, schön, warmherzig und klug, ist mit einem hohen Beamten verheiratet, der in einer erfolgreichen Karriere das höchste Ziel sieht und für das Gefühlsleben und die geistigen Bedürfnisse seiner Frau kein Verständnis hat. Anna verliebt sich leidenschaftlich in den männlich-kraftvollen Obersten Wronskij. Nach ihrer gesellschaftlichen Ächtung, der Folge ihres Ehebruchs, und nach vergeblichen Bemühungen, die Scheidung von ihrem Mann durchzusetzen, wird sie sich der Tatsache bewußt, daß Wronskijs Liebe zu ihr erkaltet ist.

Rezension: Alcatraz und die dunkle Bibliothek – Brandon Sanderson

alcatraz1Schon immer zieht Alcatraz Smedry das Unglück magisch an – was er auch anfasst, es zerbricht, ob Teller, Türgriffe oder gar die Beziehung zu diversen Pflegeeltern. Als er jedoch an seinem dreizehnten Geburtstag einen Sack voll Sand erhält, nimmt sein Leben eine bizarre Wendung. Denn schneller als Alcatraz blinzeln kann, wird ihm der Sand, der natürlich kein gewöhnlicher ist, gestohlen. Dahinter steckt der Geheimbund der dunklen Bibliothekare, deren grundböses Ziel die Weltherrschaft ist. Der Sand des Jungen ist der letzte fehlende Teil. Alcatraz muss sie stoppen, indem er in die gefährliche Welt der Bücher hinabtaucht…

Bei Alcatraz gibt es keine Eingewöhnungszeit, nein, hier geht es gleich in die Vollen und während der nächsten 300 Seiten bleibt auch kaum Zeit zum Atemholen, also sollte man sich nicht wundern, wenn man beim Lesen so ein hektisches Gefühl verspürt. Das ist auch gut so, schließlich stolpert der 13-jährige Alcatraz, der durchaus einige merkwürdige Macken hat, von heute auf morgen in ein phantastisches und gefährliches Abenteuer, durch das sich sein ganzes Leben ändert. Er begegnet Kreaturen, von denen er noch nicht einmal wusste, dass es sie gibt und erfährt von einer weltumfassenden Verschwörung, die um ihn herum im Gange ist. Grund genug, sämtliche Emotionen, die man als Waisenkind und zudem noch in schwierigem Alter durchlebt, hier des öfteren im Schnelldurchgang zu erleben. Allerdings würden DIESE Ereignisse wohl kaum jemanden kalt lassen.

Brandon Sanderson legt mit diesem Auftakt einer neuen (Jugend-?) Fantasy-Saga eine spritzige und fantasievolle Geschichte vor, in der Humor und Sarkasmus nicht zu kurz kommen. Wer lange Erklärungen sucht, wird hier nicht fündig, wer jedoch Spaß an phantastischer Action mit skurrilen Figuren hat, der wird sich in diesem Buch pudelwohl fühlen. Anzumerken sei der ungewöhnliche Stil, denn hier berichtet ein (vermutlich schon erwachsener?) Ich-Erzähler seine Erlebnisse und bezieht den Leser unmittelbar ins Geschehen ein. So wird dieser häufig direkt angesprochen, was möglicherweise nicht jedermanns Geschmack ist. Mich hat es in dem Fall nicht gestört, es passte sehr gut zur Geschichte und der Hauptfigur, die mir zugegebenermaßen auch nach 300 Seiten noch ein wenig suspekt ist. Aber das macht ja nichts, denn die Fortsetzung ist ja bereits angekündigt. Einige “Dialoge” – gerade zwischen Erzähler und Leser – machen den Eindruck, als seien sie für eine jüngere Leserschaft geschrieben worden, allerdings bin ich – warum auch immer – sowieso davon ausgegangen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Dennoch habe ich mich als ganz-knapp-nicht-mehr-Jugendliche *g* gut unterhalten und werde auf jeden Fall auch den 2. Band lesen!

Wenn ich einen Vergleich ziehen müsste, was ich aber nur ungern tue, dann würde ich “Alcatraz…” am ehesten als eine Mischung aus Harry Potter und Cadel (aus “Teuflisches Genie” von Catherine Jinks, was mir im übrigens insgesamt gut gefallen hat!) beschreiben – das ist aber ein rein subjektiver Eindruck!

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Meine afrikanischen Lieblingsmärchen – Nelson Mandela
Die wunderbare Aufmachung dieses Buches mit den vielfältigen und farbenfrohen Illustrationen, die von verschiedenen Künstlern übernommen wurden, machen diesen Band zu einem schönen Geschenk für alle, die sich für Märchen hinter dem eigenen Horizont interessieren und einen Einblick in die Geschichten anderer Kulturen bekommen wollen.
Note: 2

Teufelszahl – Jörg Kastner
Wer sich auf eine mystische und spannende Reise in die Geheimnisse der katholischen Kirche und die Bewegungen in ihrem Inneren machen möchte, dabei offen ist für einige phantastische Elemente (die wohldosiert und nicht übertrieben eingesetzt werden), der wird “Teufelszahl” nicht aus der Hand legen können, bis auch die letzte Seite gelesen ist!
Note: 2

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Das Lied der Maori – Sarah Lark
Eine überaus gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger meiner Meinung nach noch übertrifft, und die für wunderbare Schmökerstunden sorgt!
Note: 1

Liebkind im Vogelnest – Peter Hacks
Eine niedliche und auf den zweiten Blick tiefgründige Geschichte, die jedoch leider etwas hinter ihrem Potential zurückbleibt.
Note: 2-3

Aktuell: Teufelszahl – Jörg Kastner

teufelszahlZur Leserunde mit Jörg Kastner bei den Büchereulen!

Der junge Jesuitenpater Paul Kadrell wird in den Vatikan versetzt und freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem alten Lehrer, Pater Sorelli. Doch kurz darauf findet er Sorelli sterbend auf, grausam zugerichtet: Auf seiner Wange prangt die blutig eingeritzte Zahl des Teufels – 666. Als noch weitere Opfer mit dem Zeichen des Bösen gefunden werden, nimmt Kadrell zusammen mit der römischen Polizistin Claudia Bianchi die Ermittlungen auf. Bald stoßen die beiden auf eine geheimnisvolle Gruppe, die in den Katakomben Roms den Hort des Dämons vermutet. Und Claudia erfährt, dass ihre Familie schon seit Generationen in das uralte Geheimnis verstrickt ist…