Rezension: Die schwarze Taube - Beate Schaefer

Genre: historischer Roman
Trier, im Jahre 382 n. Chr.: Das Leben in der Stadt wird von Spannungen zwischen Christen und Heiden bestimmt. Römische Tempel brennen, fanatische Christen stören die in ihren Augen gottlosen Theatervorstellungen. In dieser unruhigen Zeit trifft die schöne, aber ausgediente Schauspielerin Marcia auf den Feind der Schauspielerei, Bischof Britto. Zugleich fasziniert und abgestoßen voneinander, beginnen sie einen Kampf: Sie kämpft um seine Liebe, er um ihr Seelenheil. Doch ist der, der am Ende gewinnt, auch der Sieger?
Es ist eine intensive und anspruchsvolle Geschichte, die Beate Schaefer in “Die schwarze Taube” erzählt. Christlicher Glaube gegen “heidnische” Rituale, fromme Reden gegen das lebendige Theater, Mann gegen Frau und vieles mehr findet sich in diesem historischen Roman wider, der ein sehr interessantes Setting bietet. Sprachlich anspruchsvoll wird die Geschichte der Schauspielerin Marcia erzählt, die sich in den Bischof von Trier verliebt und deren Leben sich durch diese Liebe und die damit verbundene Sehnsucht vollkommen verändert. Auch wenn es eine Weile dauert, bis man sich in die Geschichte eingefunden hat, fällt es ab einem bestimmten Punkt schwer, sie beiseite zu legen, so sehr wird man in das Geschehen und die inneren Konflikte der Handelnden einbezogen. Zahlreiche Nebenfiguren und -schauplätze füllen den Roman um die beiden - in irgendeiner Weise - verlorenen Seelen mit Leben und bringen den Alltag der Schauspieler, Sklaven, Mätressen in dieser schwierigen Zeit zum Ausdruck. Ein bisschen enttäuscht war ich davon, dass der Handlungsort (Trier) ein x-beliebiger war, die Geschichte hätte genauso gut in jeder anderen Bischofsstadt zu der Zeit spielen können. Die Ereignisse im letzten Drittel des Buches gingen mir, genau wie taciturus, auch zu schnell vonstatten, zu abrupt wirken die Geschehnisse, die auch nicht mehr so stark aus der Perspektive der Hauptfiguren in Form ihrer Gedanken und Gefühle, sondern vielmehr “von außen” beschrieben werden als in den ersten beiden Dritteln.
Bewertung: 7/10 Punkte


Katja Löfdahl ist Ministerin für Entwicklungsfragen in der schwedischen Regierung. Gegen den Widerstand im Ministerium und Warnungen aus informierten Kreisen hat sich die junge engagierte Politikerin durchgesetzt, ein Kinderheim in Tschetschenien mit Milliardenbeträgen zu unterstützen. Doch ihr Mitgefühl wird gnadenlos von Mächten ausgenutzt, die stärker sind, als sie ahnt. Der Beamte Henrik Hamrén wird in die Geschäfte der Ministerin verwickelt: Nachdem der erste Geldtransfer gescheitert ist, soll er das Geld bar nach Moskau bringen. Unterdessen bekommt seine junge Ehefrau Maria, die sich im Gegensatz zu ihrem Mann sehnlichst ein Kind wünscht, Besuch aus Russland. Im Rausche der Leidenschaft droht sie Henrik vollends zu entgleiten…
Genre: Zeitgenössisches
Genre: Zeitgenössisches