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Tropic Thunder (2008)

TropicThunderRegisseur Cockburn hat sich für seinen neuesten Film, das teuerste Vietnam-Drama aller Zeiten, die bestbezahlten Schauspieler gesichert, u. a. den blasierten Superstar Speedman (Stiller), den verweichlichten Komiker Portnoy (Black) und den Charakterstar Lazarus (Downey Jr.). Um nach anfänglichen Schwierigkeiten optimale Ergebnisse zu erzielen, will Cockburn den Film fortan im Guerilla-Stil mit versteckten Kameras drehen. Deshalb glaubt die Schauspieler-Gruppe auch dann noch, die Kameras würden laufen, als sie im Dschungel von Drogengangstern aufgespürt werden.

Als bekennender Ben Stiller- und Jack Black-Fan war dieser Film natürlich ein Muss und wenn man weiß, mit welchen Erwartungen man diesen Film besser sehen sollte, dann kann man auch nicht enttäuscht werden… Mit einer Top-Besetzung wartet Ben Stiller, der nicht nur selbst die Hauptfigur spielt, sondern auch noch Regie führt und von dem das Drehbuch stammt, hier auf: Jack Black, Robert Downey Jr., Matthew McConaughey und Tom Cruise in seiner wohl ungewöhnlichsten Rolle *rofl*. Wer einige derbe Zoten gut wegstecken kann und auch sonst nicht zimperlich ist, der kann sich auf eine gelungene Satire auf die Filmfabrik Hollywood freuen, die so manche Andeutung und zahlreiche Lacher bereit hält.

Klick (2006)

Klick Architekt Michael Newman hat vor lauter Arbeit für seinen undankbaren Boss kaum Zeit für seine Frau Donna und seine beiden Kinder. Eines Tages gelangt er mit Hilfe eines exzentrischen Tüftlers in den Besitz einer magischen Fernbedienung, mit der er nicht nur seinen Fernseher und die Stereoanlage steuern kann, sondern gleich sein ganzes Leben, das Michael von nun an nach Belieben vor und zurück spulen kann! Klingt zu gut, um wahr zu sein?! In der Tat. Denn schon bald verfliegt Michaels erste Euphorie über die neugewonnene Macht, als das High-Tech-Gerät anfängt, ihn selbst auf eine Art und Weise zu kontrollieren, wie er es nie für möglich gehalten hätte. Und es dauert nicht lang, da wünscht Michael sich sein altes Leben wieder zurück – in guten wie in schlechten Zeiten.

Über Adam Sandler und seinen Humor kann man sich entweder kringelig lachen oder man findet beide nur peinlich. Obwohl sich das Niveau der Gags in seinen Filmen häufig nur knapp über der Gürtellinie befindet, muss ich sagen: ich mag ihn! Deshalb keine Frage, dass ich mir auch den neusten Streifen mit dem US-Star ansehen musste und ich bin sehr positiv überrascht worden! Die Geschichte von dem kleinen Architekten Michael, der versucht, seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen und deshalb vor lauter Arbeit die wirklich wichtigen Dinge und Menschen in seinem Leben immer mehr vernachlässigt, ist zwar nicht neu, aber hier wirklich schön inszeniert. Die magische Fernbedienung, die sein Leben verändert, entpuppt sich nach und nach als Fluch und nicht als Segen, doch dann ist es bereits zu spät. Adam Sandler spielt überzeugend mit Kate Beckinsale als seiner Eherfrau und Christopher Walken als geheimnisvollem Erfinder Morty, es mangelt weder an Glaubwürdigkeit noch an Witz – nein, auch auf die ein oder andere Zote derben Geschmacks muss hier nicht verzichtet werden. Auch wenn das Ende und die darin enthaltene Moral etwas vorhersehbar ist, hat mir der Film gut gefallen.

Lucky # Slevin (2006)

Lucky # Slevin Slevin ist neu in New York und kommt erst einmal bei Kumpel Nick unter. Komisch nur, dass von jenem jede Spur fehlt. Dafür stehen plötzlich schwarze Gangster auf der Matte und wollen von Slevin, den sie für Nick halten, das Geld, das Nick ihnen schuldet. Weil Slevin die Kohle natürlich nicht hat, soll er jetzt für den Boss einen Mord begehen. Im Visier: Der Sohn vom Boss der Judengang. Prompt werden auch die Juden und ein krummer Detective bei Slevin vorstellig. Jetzt kann nur noch die heiße Nachbarin Lindsey helfen.

Slevin scheint ein echter Pechvogel zu sein, auf seinem Weg zu seinem alten Kumpel Nick passieren ihm schon diverse Unglücke und endlich angekommen scheint es auch nicht besser zu werden, denn er wird prompt in einen Gangsterkrieg verwickelt. Lucky # Slevin ist einer dieser filmischen Schätzchen, die man per Zufall entdeckt und die sich dann als echte Perlen herausstellen. Die hochkarätige Besetzung von Morgan Freeman, Ben Kingsley, Josh Hartnett, Bruce Willis und Lucy Liu trägt ihren Teil zur genialen Story und dem brillianten Wortwitz bei, die diesen Film auszeichnen. Überraschende Wendungen lassen die Spannung bis zum Ende steigen, und wenn der Zuschauer, der die ersten 15 verwirrend anmutenden Minuten überstanden hat, so langsam hinter die Story steigt, kann er ihr nur Respekt und Begeisterung zollen. Unfassbar, dass der Film in den USA nur wenig Geld eingespielt hat und (wahrscheinlich deshalb?) gar nicht erst in die deutschen Kinos kam. Verdient hätte er es auf jeden Fall! Unbedingte Empfehlung!!

Ich, du und der Andere (2006)

Ich, du und der andere Beim frisch vermählten Paar Carl und Molly läuft alles perfekt. Sie leben in einem Traumhaus, haben einen Traumjob und schweben im siebten Liebeshimmel. Doch ihr Leben soll sich abrupt ändern, als eines Tages ihr Freund Dupree bei Ihnen um Asyl bittet, da er von seiner Freundin rausgeschmissen wurde. Als aus den geplanten paar Tagen ein paar Wochen werden, Dupree seinen Job verliert und sich in seiner vielen freien Zeit um Molly kümmert, während Carl arbeiten geht, ist der bald genervt. Drei sind eben einer zuviel.

Owen Wilson steht für seichte, aber gute Unterhaltung und in diesem Film kommen er und sein komödiantisches Talent voll zum Tragen. Das Vorzeigeleben des Traumpaares Carl und Molly fängt an zu bröckeln, nachdem der beste Freund von Carl, der seit seiner Kindheit Dupree genannt wird, bei ihnen “vorübergehend” einzieht. Eigentlich ist er aber nur der Auslöser für die Diskussionen zwischen den frisch verheirateten Eheleuten, denn das eigentliche Problem ist Mollys exzentrischer Vater, der zu allem Übel auch noch Carls Chef ist und von diesem leider gar nichts hält. Da er die Hochzeit nicht verhindern konnte, versucht er nun auf andere Weise, dem jungen Glück zu schaden… Der Film steht und fällt mit Owen Wilson als chaotischem Dupree, der die Gratwanderung zwischen nichtsnutziger Nervensäge und liebenswertem Romantiker perfekt beherrscht. Da werden top-besetzte Nebenrollen von Matt Dillon, Kate Hudson oder sogar Michael Douglas wirklich zu Nebenfiguren, was der Unterhaltung aber keinen Abbruch tut. Sicher kein anspruchsvoller Film, aber einer, bei dem man sich entspannen und getrost laut lachen lann!

Cars (2006)

Cars (Einzel-DVD) Um zum besten Rennauto aller Zeiten aufzusteigen muss Lightning McQueen nur noch in einem einzigen Rennen siegen. Also macht er sich von der Ostküste der USA auf den Weg zu seinem letzten Rennen nach Kalifornien. Durch ein Missgeschick landet er jedoch im verschlafenen Städtchen Radiator Springs, abseits der Route 66. Als er aus Versehen die Orts-Straße beschädigt, findet er sich plötzlich im Gefängnis wieder. McQueen wird dazu verurteilt, die Straße eigenhändig zu reparieren. In der Zwischenzeit macht das Rennauto jedoch Bekanntschaft mit Leuten wie dem schnellsten Rückwärtsfahrer der Welt, einem italienischen Schuhverkäufer und einem verliebten Porsche. Durch die harte Arbeit und seine neuen Freunde lernt McQueen die Langsamkeit zu schätzen und den Weg als Ziel zu sehen. Dank McQueen lässt sich das Renn-Hauptquartier in Radiator Springs nieder und verleiht dem einst verschlafenen Ort neuen Glanz.

Weil oder obwohl ich eine gewisse Abneigung gegen Autorennen habe, muss ich sagen, ich war von CARS doch positiv überrascht. Wenn man die erste halbe Stunde ohne einzuschlafen übersteht, sieht man eine niedliche Geschichte über einen selbstverliebten Rennwagen, der unbedingt zum wichtigsten Team gehören möchte und dafür den Piston Cup gewinnen muss. Leider geht er auf dem Weg nach Kalifornien verloren und landet in einem verschlafenen Nest irgendwo an der verlassenen Route 66. Dort trifft er auf zahlreiche liebenswerte Charaktere, die ganz andere Sorgen haben als einen Titelgewinn und die ihn trotzdem schon bald freundlich aufnehmen. Eine schöne Geschichte über Freundschaft und Ehrgeiz, die aber in der Tat eher für Kinder geeignet ist bzw. für einen verregneten Sonntagnachmittag mit der ganzen Familie.

Fluch der Karibik 2 (2006)

Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (Special Edition, 2 DVDs) Gerade erst ist Captain Jack Sparrow dem Fluch der Black Pearl entkommen, da wird er mit dem nächsten lebensbedrohenden Abenteuer konfrontiert: Denn Jack steht in lebenslanger Schuld bei Davey Jones, dem legendären Kapitän des Fliegenden Holländers und Herrscher über die Tiefen des Ozeans. Wenn er keinen Weg findet, den Bann zu brechen, ist er zu einem höllischen Leben nach dem Tode in ewiger Finsternis verdammt. Doch damit nicht genug: Denn Jacks ausgesprochen existenzielle Probleme erweisen sich als Hemmschuh für die bevorstehende Hochzeit seiner Freunde Will Turner und Elizabeth Swann, die wider besseres Wissen in die andauernden Eskapaden des Kapitäns verwickelt werden. Das Abenteuer kann beginnen …

Ein Wiedersehen mit Jack Sparrow alias Johnny Depp – da konnte man fast nichts falsch machen und doch hat sich Regisseur Gore Verbinski nicht mit dem Minimum zufrieden gegeben, sondern wieder ein echtes Piratenabenteuer vorgelegt. Die Begegnung mit vielen skurrilen Figuren aus dem ersten Teil macht sofort gute Laune und zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film. Der neue Bösewicht, der glitschige Davy Jones, ist absolut gelungen, eine Meisterleistung der Maskenabteilung, die oscarwürdig ist! Auch die weiteren neuen Figuren müssen hinsichtlich ihrer Ausstattung nicht zurückstecken, doch letztendlich will ein echter Fluch-der-Karibik-Fan vor allem Jack Sparrow, oh Verzeihung, KÄPT’N Jack Sparrow begleiten – und der ist genauso naiv-verschlagen-liebenswert wie gewohnt. Eine tolle Fortsetzung, die ihrerseits mit Spannung auf den dritten Teil warten lässt!

The Departed (2006)

Departed: Unter Feinden Der Polizei von Boston ist es gelungen, mit Billy Costigan einen Informanten in die Organisation von Mafiaboss Costello einzuschleusen. Costello hat seinerseits mit Colin Sullivan einen loyalen Untergebenen in der Polizei von Boston platziert, der innerhalb kürzester Zeit Teil der Special Investigation Unit wird. Als Beiden bewusst wird, dass ihre Organisation unterwandert ist, beginnt ein gnadenloses Rennen um Leben und Tod. Denn wer zuerst auffliegt, kann sein eigenes Grab schaufeln.

Unter Feinden (OT: The Departed) ist ein absolut spannender Mafia-Thriller, der sowohl von der raffinierten Story als auch von den grandiosen Schauspielern lebt. Das Verwirrspiel der beiden Spitzel, der eine von der Mafia bei der Polizei eingeschleust, der andere von der Polizei bei der Mafia eingeschleust, ist für mein Empfinden von Anfang an spannend, die Szenen- und Perspektivenwechsel verstärken die Realitätsnähe und steigern die Spannung von Mal zu Mal. Zugegeben, er ist brutal und man sieht ziemlich viel Blut und auch diverse andere Innereien an Gebäudewänden, aber das ist bei einem Mafia-Film auch fast nicht anders zu erwarten. Jack Nicholson brilliert mal wieder als selbstgerechter Bösewicht, während Leonardo Di Caprio seinen Gegenspieler Matt Damon mit seiner inneren Zerrissenheit und der Furcht und Angst, die ihn zwischen die Fronten begleitet, nahezu an die Wand spielt. – Für mich tatsächlich einer der besten Thriller des Jahres, der selbst für den routinierten Kinogänger noch die ein oder andere Überraschung bereit hält und dank Martin Scorseses perfekter Regie-Arbeit zu Recht ein Anwärter auf die Oscars 2007 ist!